Stand 04.03.2008
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Darmskrebsvorsorge
Jährlich werden allein in Deutschland rund 67.000 Fälle von Darmkrebs diagnostiziert; jedes Jahr sterben hier zu Lande fast 30.000 Menschen an dieser Erkrankung, somit ist Darmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland.
Viele könnten gerettet werden,wenn der Krebs frühzeitig entdeckt worden wäre. Heimtückisch an dieser Tumorart ist, dass sie sich meist erst im Spätstadium bemerkbar macht. Warnzeichen sind daher eine Fehlanzeige.

Früh entdeckter Darmkrebs ist in 95 % heilbar.





Coloskopiebilder von typischen Kolonkarzinomen im fortgeschrittenen Stadium


Daher sollte die Früherkennung, die ab dem 56. Lebensjahr von den Krankenkassen gezahlt wird, unbedingt genutzt werden. Sie ist nämlich eine der wichtigsten Waffen gegen diese bedrohliche Erkrankung. Mit Hilfe regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen kann der Tumor rechtzeitig aufgespürt werden; dann sind die Heilungschancen sehr gut. Eine wichtige Aufgabe der Darmkrebsvorsorge ist es auch, die Vorstufen von Darmkrebs, so genannte » Darmpolypen zu entdecken und gleichzeitig bei der Darmspiegelung (Koloskopie) zu entfernen.

Wichtig ist es auch, auf Risikofaktoren zu achten. Fälle von Darmkrebs oder Darmpolypen in der Familie beispielsweise ergeben für alle anderen Angehörigen eine erhöhte Gefahr, auch selbst zu erkranken.

Dementsprechend sind Vorsorgeuntersuchungen schon im jüngeren Lebensalter empfohlen.

Die beiden wichtigsten Diagnosemethoden, um den Krebs aufzuspüren, sind Okkulttest und » Koloskopie. Mit Hilfe des Okkulttestes kann verstecktes Blut im Stuhl nachgewiesen werden. Aussagekräftiger ist aber die Koloskopie. Mit einem speziellen Instrument, dem Endoskop, betrachtet der Arzt das Innere des Darms und untersucht die Darmschleimhaut nach Auffälligkeiten. Außerdem kann er mit Hilfe des Endoskops an verdächtigen Stellen Gewebeproben entnehmen sowie Wucherungen der Darmschleimhaut (Darmpolypen) abtragen.